Menschen mit Behinderungen

Von Mensch zu Mensch

Inklusionshäuser

Posted on June 3, 2016 in Inklusion by

Seit einigen Jahren eröffnet von Zeit zu Zeit ein neues und interessantes Wohnprojekt. Sogenannte Mehrgenerationenprojekte machten den Anfang an den unterschiedlichsten Standorten in ganz Deutschland. Sinn darin ist natürlich, dass Menschen die nicht zwangsläufig verwandt sind, einander helfen. Es geht aber nicht nur um bloße Hilfestellungen. Es geht um das Große ganze der Sache. Menschen sollen so lange wie möglich zu Hause bleiben können, egal ob sie durch hohes Alter oder Behinderungen Defizite im Alltag erleben. Durch die Gesellschaft im Haus bleiben sie Teil des Lebens und erfahren bis zuletzt Unterstützung und vielleicht sogar echte Freundschaft. Inklusionshäuser haben die gleichen positiven Effekte, wobei das Alter hier oft sehr bunt gemischt ist. Sehr junge Menschen leben zusammen mit älteren und ggf. auch sehr alten Menschen. Einige davon sind vielleicht körperlich behindert, chronisch erkrankt, topfit oder psychisch eingeschränkt und belastet. In der Regel kann hier wirklich jeder von 18 bis 118 leben und sich wohl fühlen. Was früher eine Wunschvorstellung von Gerontologen und Pädagogen war, ist heute Wirklichkeit!

Konzepte der neuen Art

Die Inklusionshäuser erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit. Erste Prototypen haben sich bereits auf menschlicher Ebene ausgezahlt und bewährt. Lediglich die Heimaufsicht schaut gerne zweimal vorbei, weil sie um Betrug bangt. Der ein oder andere Leiter hat bereits Bedenken geäußert, ob diese Gemeinschaften nicht etwa verschleierte Einrichtungen sind. Diese sind nämlich mit hohen Auflagen belegt, welche die Heimaufsicht zu prüfen hat. Selbstverständlich ist dies nicht der Fall und die Menschen mieten jeweils ihre Räumlichkeiten im Gemeinschaftsobjekt selbst an. Die Inklusionshäuser beherbergen oft sehr eingeschränkte Menschen und bekommen daher oft Besuch von externen Dienstleistern aus Pädagogik, Pflege und Medizin. In manchen Fällen legen sogar alle zusammen und unterhalten Küchen- und Reinigungspersonal. Das kommt ganz auf die Situation an und ob ein Träger für die gute Sache im Spiel ist. Verschiedene Verbände wie die Caritas, Lebenshilfe und Co engagieren sich bereits erfolgreich in unterschiedlichen Bundesländern zu diesen Wohnprojekten der besonderen Art.

Mehr Inklusion geht kaum

Tolle Projekte werden bundesweit unternommen. Viele sind durch bekannte soziale Verbände entstanden. Andere aber auch durch privates Engagement betroffener selbst. Oftmals schließen sich Eltern von Behinderten Kindern zusammen, um neue Wege zu gehen. Sogesehen im schönen Nordfriesland. Einige interessante Wohnprojekte starteten an der Nordsee, wobei die Initiatoren nicht unterschiedlicher sein könnten. Jedenfalls sind diese Wohngemeinschaften bereits über einige Jahre beständig, wobei die angemessene Betreuung der teils stark pflegebedürftigen Mieter von außen sichergestellt wird. Pilotprojekte wie diese sorgten bei denen die es miterleben durften für tolle Momente. Hier hilft tatsächlich die in ihrer Intelligenz verminderte 20-Jährige der 80-Jährigen Dame beim Toilettengang. Nicht weil sie nicht Hilfe holen könnte, sondern weil es ihr am Herzen liegt der Mitbewohnerin selbst zu helfen. So geht Inklusion heute!

Hürden des Alltags

Posted on June 3, 2016 in Barrierefreiheit by

Die Herausforderungen im Alltag sind für Menschen mit Behinderung sehr vielfältig. Je nach Handicab können eingeschränkte Mobilität und mehr für eine ständige Abhängigkeit sorgen. Der öffentliche Nahverkehr ist gerade für Menschen im Rollstuhl eine tägliche Bürde. Experten vergeben Deutschland lediglich 4 bis 6 von 10 erreichbaren Mobilitätspunkten. Besonders die ländlichen Regionen sind auch heutzutage kaum auf Behinderte im Rollstuhl und ähnliches vorbereitet. Zu den verbreitetsten Bremsen der Mobilität gehören noch immer Stufen! Des Weiteren sind Aufzüge oft defekt und verhindern das Vorankommen der darauf angewiesenen Menschen.

Deutschland´s Mobilitätsbremsen lockern

Einige Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen könnten die Bremsen lösen. Im Gegensatz zu anderen nimmt Deutschland seine Pflicht bereits ernst, wobei es sicherlich stets Potenzial zur Optimierung gibt. Die Barrierefreiheit zählt als wichtiges Qualitätsmerkmal unseres Landes und bestimmt die Teilhabe der behinderten Rollstuhlfahrer maßgeblich mit. Die unabhängige Nutzung von Bussen, Bahn und Co macht die Teilhabe an der Gesellschaft erst möglich und darf daher nie in Vergessenheit geraten. Unterschiedliche gesetzliche Regelungen zielen auf die Barrierefreiheit im Personenverkehr ab. Diese sind beispielsweise hier zu finden:

Die Barrierefreiheit gilt hierzulande als Qualitätsgewinn und lässt unsere Gesellschaft zusammenrücken. Gerade der Bus- und Bahnverkehr gilt als besonders wichtig. Veränderungen sind ersichtlich, zumal die Eisenbahnen genauso in die Pflicht genommen wurden wie andere Betreiber. Die Deutsche Bahn stellte 2012 ihr zweites Programm für Barrierefreiheit vor, welches durchaus innovatives enthielt. Da noch lange nicht alle der etwa 5400 Bahnhöfe berücksichtigt werden können, setzt die Bahn Prioritäten. Einerseits verständlich, das nicht alles auf einmal änderbar ist. Andererseits sorgt dies für zahlreiche schwierige Situationen in der Praxis. Die Bahnhöfe der Großstädte mögen langsam auf Vordermann sein, aber was ist mit den tausenden kleinen auf dem Lande? Oft werden Rampen und andere Hilfsmittel erst nach Anmeldung im weitreichenden Vorfeld zur Verfügung gestellt. Dieser Umstand macht es Betroffenen schwierig, halbwegs flexibel zu reisen bzw. Termine wahrzunehmen. Luft nach oben besteht also noch immer!

BGG und seine Ziele

Im Rahmen des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) wurde der Artikel 3 des Grundgesetz hervorgehoben: “Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden”. Es regelt also die Gleichstellung und sorgt gleichermaßen für die Barrierefreiheit in öffentlichen Behörden, Körperschaften und Anstalten des Bundes. Unter anderem sagt es aus, dass alles, was von Menschen gestaltet wird, auf Barrierefreiheit ausgerichtet sein soll. Beispielsweise sollen Wege und Eingänge für alle zugänglich sein und wichtige Informationen müssen auch für sinnengetrübte Menschen verständlich gemacht werden. Grundsätzlich soll die Selbstständigkeit des Menschen gewahrt bleiben, was auch durch viele innovative Wege und Mittel bereits möglich gemacht wird. Seit der Einführung 2002 ist das BGG ein wichtiger Teil für die Teilhabe der Menschen.

Die richtige Pflegekraft finden mit Careone.de

Posted on June 3, 2016 in 24h pflege by

Wenn in höherem Lebensalter oder bei einer bestehenden Behinderung die Frage nach einer Betreuung relevant wird, ist es häufig nicht einfach, die passenden Pflegefachkräfte zu finden. Mit der Unterstützung einer Pflege-Agentur kann es Ihnen jedoch gelingen, die richtige Hilfe zu bekommen.

Careone.de die Pflege-Experten

Sie sind auf der Suche nach Pflegekräften für die stundenweise oder umfassende Betrauung daheim? Das Pflegeportal Careone.de hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen die nach einer Pflegekraft suchen zur Seite zu stehen. Mit Hilfe des Portals können Sie die geeignete Betreuung für sich oder Ihre Angehörigen finden. Careone.de vermittelt deutschlandweit Pflegekräfte für die unterschiedlichsten Tätigkeiten. So zum Beispiel für:

  • Hilfe im Haushalt
  • Begleitung zum Einkaufen und bei Arztbesuchen
  • Verabreichung von Medikamenten
  • Anlegen von Hilfsmitteln
  • Hilfestellung bei der Mobilität
  • Unterstützung bei der Körperpflege und dem Ankleiden
  • Teilhabe am täglichen Leben durch Spaziergänge, Begleitung zu Veranstaltungen usw.

Mit Hilfe von Careone.de finden Sie die richtige Pflegkraft, unabhängig davon, ob Sie für eine stundenweise Betreuung oder für eine 24-Stunden Betreuung geeignetes Pflegepersonal suchen. Der Schwerpunkt von Careone.de liegt hier hauptsächlich auf der Vermittlung von polnischen Pflegekräften. Die beiden Berliner Stephan und Martin Wozniak haben dieses Unternehmen ins Leben gerufen und haben dank ihrer polnischen Wurzeln gute Kontakte in das Nachbarland.

Wie funktioniert Careone.de?

Gutes Pflegepersonal ist in Deutschland schon länger Mangelware. Nur noch wenige Menschen entscheiden sich für das Erlernen eines Pflegeberufes. Die Hauptgründe sind hier meist die niedrige Bezahlung und die unregelmäßigen Arbeitszeiten an Wochenenden und Feiertagen. Diese Lücke füllen in deutschen Pflegeeinrichtungen und bei deutschen Pflegediensten schon länger Pflegekräfte aus Osteuropa und Polen.

Besteht ein Interesse an der Vermittlung einer Pflegekraft aus Polen, brauchen Sie ganz einfach nur den Fragebogen auf der Careone.de Webseite auszufüllen. Sie erhalten dann kostenfrei diverse Angebote für polnisches Pflegepersonal zugeschickt. Die Pflege-Experten von Careone.de kümmern sich um den kompletten Vermittlungsprozess inklusive der Anreise der Pflegekraft.

Es entstehen Ihnen keine zusätzlichen Vermittlungskosten. Allein die Kosten für die Beschäftigung der jeweiligen Pflegekraft werden Ihnen in Rechnung gestellt. Verrechnen Sie die Kosten der Betreuung später mit dem Pflegegeld, welches Sie von der Pflegekasse für die entsprechende Pflegestufe erhalten.

24-Stunden Betreuung durch Careone.de

Der Bedarf an Pflegekräften für eine rundum 24-Stunden Betreuung steigt, denn die Anzahl der Senioren und Hochbetagten wird im Zuge der demografischen Entwicklung in Deutschland immer größer. Insbesondere bei schwerer Krankheit oder Demenz ist eine Rundum-Versorgung nötig.

Mit Hilfe einer polnischen Pflegekraft können sie eine 24-Stunden Betreuung gewährleisten und so pflegende Angehörige dauerhaft entlasten bzw. den Gang in eine stationäre Pflegeeinrichtung verzögern oder gar ganz vermeiden. Gerade, dann wenn es darum geht, auch eine gute Versorgung in den Abend- und Nachtstunden sicher zu stellen, ist eine 24-Stunden Betreuung die ideale Lösung. Informieren Sie sich ganz einfach online über die Möglichkeiten, die Careone.de Ihnen bieten kann oder nehmen Sie telefonisch Kontakt auf!

Inklusionsklassen und deren Praxistauglichkeit

Posted on June 3, 2016 in Barrierefreiheit by

Im Rahmen des Inklusionsgesetz, werden in Schulen gemischte Klassen gebildet. Ziel dieser Maßnahme ist im Sinne der Integration, dass Behinderte durch Autodidaktik Fertigkeiten der Kinder ohne Einschränkungen übernehmen. Heutzutage steht aber die integrative Pädagogik im Mittelpunkt, welche den scheinbar benachteiligten Kindern aktiv durch das Miteinander Kenntnisse vermitteln sollen. Das gemeinsame Lernen soll für beide Seiten normal sein oder werden und Grenzen niederstrecken. Einen Beitrag hierzu leisten sogenannte Schulbegleiter. Schüler die wegen Behinderung einhergehend mit Entwicklungsbeeinträchtigung besondere Unterstützung benötigen, können während der Schulzeit eine Begleitung bekommen. Diese ist dann an die Person gebunden und hilft dieser im Alltag.

Fakten zu den Inklusionsklassen

Um die Kapazitäten der Klassen nicht überzustrapazieren, werden Kinder mit Förderbedarf in vielen Schulen doppelt gezählt. Auf diese Weise bleiben Klassen überschaubar und die Kinder haben mehr Möglichkeiten der Zuwendung durch den Lehrer. Die Vorgehensweise unterscheidet sich allerdings von Land zu Land und die oftmals gewünschten Obergrenzen gibt es offiziell nicht. In der Praxis stellte sich heraus, dass meist 4 bis 6 Kinder mit Behinderung in einer Klasse mit gesunden sind. Das Schulministerium meint, dass zwischen Schülern allgemein Unterschiede bestehen. Ob gesund oder nicht! Selbst gesunde im gleichen Altern unterscheiden sich oftmals sehr stark im Leistungsniveau, was bei den Behinderten jungen Menschen praktisch genauso ist.

Erfahrungen mit Inklusionsklassen

Selbstverständlich braucht “Gut Ding Weile” und der Fortschritt von der normalen Klasse zur Inklusionsklasse ist für die jungen Menschen selbst gewöhnungsbedürftig. Das Land Bremen verwirklichte 2009 als Vorreiter die Inhalte der UN-Behindertenrechtskonvention von 2006. Diese beinhaltet das gesunde, behinderte, begabte, entwicklungsverzögerte, ruhige und verhaltensauffällige Kinder zusammen in eine Klasse gehen. Es gibt wie überall gute und schlechte Erfahrungen mit den Veränderungen. Die einen Kinder brauchen mehr Aufmerksamkeit als die anderen. Das kann an vielen Dingen liegen. Inklusionsklasse heißt, dass beispielsweise ein Autist und ein Hörbehinderter in der Klasse sind. Gerade Verhaltensauffällige Kinder bringen Lehrer immer wieder an ihre Grenze, auch wenn sie nicht behindert sind. Die Erlebnisse sind je nach Schule vielschichtig und können pauschal weder als besonders gut noch als total schlecht dargestellt werden.

Das Los der Lehrer

Viele Lehrer haderten schon vor dieser Umstellung mit den Herausforderungen der neuen wilden Jugend. Nun müssen sie dies alles im Einklang mit den zukommenden Behinderten Menschen bringen, die meist noch etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern. Einige Schulen behelfen sich besser als andere und ermöglichen beispielsweise zwei Lehrer in einer Klasse. Diese Taktik erfährt positives Feedback der Schüler und erleichtern den gesamten Ablauf der Stunde. Da die Länder die Gestaltung jeweils autark unternehmen, kann man nur hoffen das der eine sich vom anderen die guten Dinge anschaut. Hier ist spicken erlaubt! Der Erfolg einer Inklusionsklasse hängt nicht nur an bestimmten Lehrern. Lehrer sind der verlängerte Arm vom Ministerium und können nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten agieren. Wesentlich verantwortlich ist auch die Schule bzw. die Landesregierung. Je besser die Kommunikation zwischen Direktor und Lehrern funktioniert, desto besser sind die allgemeinen Erfolgschancen jeder Klasse. Manchmal braucht es auch maßgeschneiderte Lösungswege und flachere Hierarchien um Probleme im Schulalltag anzugehen. Viele Lehrer sprechen in den Medien davon alleine gelassen zu werden. Eine traurige Resonanz der wichtigsten Personen im Umfeld unserer Kinder.

Das Inklusionsgesetz und seine Auswirkungen

Posted on June 2, 2016 in Inklusion by

Bildung ist weiterhin Sache der Länder. Mit dem sogenannten Inklusionsgesetz hat die Politik den Weg für Bildungsfreiheit behinderter bundesweit geebnet. Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung dürfen von nun an zusammen mit den Erziehungsberechtigten selbst auswählen, auf welche Schule sie gehen möchten. Die Kinder können dank der Gesetzesverabschiedung zwischen einer allgemeinen Schule und einer spezifischen Förderschule wählen. Ziel ist es, beide Gruppen gemeinsam unterrichten zu können und Normalität hierfür zu erreichen. Laut der Politik ist Inklusion das Aushängeschild für jeden modernen Staat. Das Inklusionsgesetz zeigt, dass eine Gesellschaft sich gemeinsam orientiert und im Sinne der Menschenrechte einen Konsens erreicht. Den rechtsverbindlichen Konsens erreichte Deutschland im März 2009, mit der Ratifizierung der UN-Konvention.

Von Exklusion zur Inklusion

Wenn man heutzutage von Inklusion sprechen darf, sollte man aber auch auf die Historie zurückblicken. Früher nannte man Kinder mit seelischen oder körperlichen Einschränkungen “Kinder mit Sinnesfehlern”. Fast schon ein eleganter Ausdruck für die Besonderheit der Betroffenen. Sogenannte Hilfsschulen wurden damals als großer Fortschritt gefeiert, da die Behinderten nun endlich eine Art der Bildung erhalten konnten. Zuvor waren sie komplett ausgeschlossen. Mit dem Wandel der Zeit wurden Hilfsschulen zu sogenannten Sonderschulen umbenannt. Lehrer wurden speziell für die Bedürfnisse der Betroffenen ausgebildet und lernten den Umgang mit den unterschiedlichen Defiziten. Die Aussonderung machte sich keinen Namen und so wurde aus den Sonderschulen die Förderschulen. Geändert hatte sich aber lediglich die Begrifflichkeit, da die Kinder weiterhin exkludiert blieben.

Grundlagen zum Gesetzeserlass

In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde mehr und mehr in dem Bereich der Förderung von Behinderten getan. Das Wort Integration wurde geboren und schnell wieder abgeschafft. Es sollte nicht darum gehen etwaige Außenseiter einzubinden, sondern Menschen von Beginn an aufzunehmen. Jeder sollte das Recht haben, uneingeschränkt an Freizeitaktivitäten, Bildungsmaßnahmen und mehr teilzunehmen. Der Leitgedanke der Inklusion ist also die gleichberechtigte Teilhabe am Leben und in der Gesellschaft. Besonders der Inhalt der inklusiven Bildung sorgt auch weiterhin für negative Reaktionen. Das allgemeine Bildungswesen für jeden zugänglich zu machen, schlägt auf widersprüchliche Resonanz und gehört aber unabdingbar zum Inklusionsgesetz dazu. Förderschulen bleiben aber dennoch bestehen und können auf Wunsch den allgemeinen Bildungsstätten vorgezogen werden.

Wo beginnt Inklusion?

Inklusion kann uns natürlich bedingt gesetzlich vorgeschrieben werden. Wirklich verstehen sollte man es allerdings im besten Fall. Inklusion beginnt in den Köpfen, könnte man sagen. Es ist schön als modernes Land entsprechende räumliche und personelle Ausstattungen zu haben, wie wir es in Deutschland präsentieren können. Aber noch wichtiger ist das Verständnis für die Situation des anderen. Auch Inklusion bedarf einer Entwicklung und kann nicht von heute auf morgen realisiert werden. Unsere nächsten Generationen werden es aber dank unseres Gesetzeserlass leichter haben mit Behinderten normal und total natürlich umzugehen. Dank der Inklusion Gedanken ihrer Eltern und Großeltern wird das Aufwachsen mit Behinderten für Sie normaler sein als für jeden anderen! Ein gutes Erbe, für welches es zu kämpfen lohnt!

Berufschancen für Menschen mit Behinderungen

Posted on June 1, 2016 in Barrierefreiheit by

Auch Menschen die mit einer physischen oder psychischen Einschränkung leben, können eigene Berufswünsche entwickeln und diesen nachgehen. Nachdem sie die schulische Bildung in einer Förderschule oder einer allgemeinen Institution abgeschlossen haben, können Menschen mit Behinderungen ihren Weg gehen. Die meisten sind auch sehr motiviert und haben Lust neues zu erleben. Ihre Eigenständigkeit ist vielen sehr wichtig, weshalb sie nur zu gerne die ersten Schritte in einen Beruf gehen. Wie bei allen steht am Anfang die große Suche nach einem Ausbildungsplatz. Wenn die Fähigkeiten für eine Tätigkeit in der freien Wirtschaft ausreichen, spricht auch nichts gegen einen baldigen Einstieg. Der Verlauf ist wie bei jeder Ausbildung und hängt auch von der Einstellung des Azubis ab!

Chancen für alle?

Je nach Bedarf können viele unterstützende Maßnahmen den Einstieg in das Berufsleben erleichtern. Die Bundesagentur für Arbeit bietet einige Wege zum Ziel. Behinderte Jugendliche können gezielt auf das bevorstehende Arbeitsleben trainiert werden. Die Aktivierungshilfe dient der Heranführung und Eingliederung in das Ausbildungs- und Beschäftigungssystem. Dies soll motivieren und spezifische Hilfen wie Bewerbungstraining geben. Im Sinne der Inklusion ist dieses Projekt für alle bis 25 gedacht, die Hilfe beim Start benötigen. Im Programm berufsbegleitende Bildungsmaßnahme werden Schlüsselqualifikationen gelehrt. Beides sind kostenfreie Möglichkeiten, die in Absprache mit dem Sachbearbeiter gefördert werden. Wurde ein geeigneter Ausbildungsplatz gefunden, wird die Unterstützung seitens der Bundesagentur keinesfalls eingestellt. Behinderte Azubis bekommen auf Antrag Berufsausbildungsbeihilfe. Ein Geldbetrag für unter 21-Jährige und unverheiratete Jugendliche, der unter gewissen Voraussetzungen natürlich auch nicht Behinderten zur Verfügung steht.

Was wenn Einschränkungen überwiegen?

Wenn die körperlichen oder seelischen Defizite sehr vereinnahmen und den Weg über den normalen Arbeitsmarkt verschließen, kommen andere Möglichkeiten in Frage. Für sie gibt es Ausbildungen mit gesonderten Regelungen. Individuelle Bedürfnisse und gesundheitliche Aspekte werden hier stark berücksichtigt und machen daher den Einstieg erst möglich. Spezielle Ausbildungsstätten wie das Berufsbildungswerk, aber auch normale Betriebe können diese Art der Ausbildung tragen. Was sich früher Sonderberuf nannte, wird heute als Fachpraktikerberuf bezeichnet. Die Ausbildung wird durch pädagogische Betreuer, Ärzte und weitere Fachkräfte begleitet und kann bei Bedarf auch als Internat Unterbringung erfolgen. Der Fachpraktiker kann in vielen Branchen erfolgen. Es gibt in beispielsweise als Winzer, Hochbaufacharbeiter, Nahrungsmittelverkauf, Textilreiniger bis hin zum Pferdewirt. Alles ist möglich für behinderte junge Menschen mit Motivation. Der gewählte Beruf kann sogar mit Hilfe einer Weiterqualifizierung im anerkannten Ausbildungsberuf getoppt werden.

Bereits die Suche kann schwer sein

Die Suche nach einem Ausbildungsplatz ist für alle jungen Menschen schwierig. Je nach Notendurchschnitt, Auftreten und Softskills fällt es den einen leichter und den anderen schwerer in den Beruf zu finden. Behinderte erleben jedoch je nach Defiziten eine doppelte Anstrengung. Sehbehinderten beispielsweise bleibt selbst der Weg der Suche auf den ersten Blick verschlossen. Auch für derartige Probleme gibt es geeignete Lösungswege. Das “barrierefreie” Suchen nach Berufen ist mit einer entsprechenden Version der Bundesagentur für Arbeit möglich. Hier finden hörgeschädigte und andere Jugendliche Erläuterungen in leichter Sprache. Schließlich sind diese Informationen für jedermann gleich wichtig. In Zeiten von Internet und Youtube können auf dem beliebten Videokanal sogar Filme der Berufsbildungswerke betrachtet werden. Ein großer Vorteil für einen ersten Einblick in die Berufspraxis der Bildungswerke.

24h-Pflege

Posted on September 3, 2014 in 24h pflege by

24 Stunden Pflege – Die kleinen Dinge des Lebens

24-Stunden-PflegeSenioren sowie Menschen mit Behinderungen wünschen sich, ihr Leben genauso zu genießen wie gewohnt ohne auf Austausch und persönliche Kontakte zu verzichten.

Doch wenn ihre Verwandte keine Möglichkeit finden, für ihre Liebsten ausreichend zu sorgen, muss dieser Verlust an persönlicher Zuneigung kompensiert werden. Das Bedürfnis nach einsichtsvollen, motivierten und interessierten Pflegekräften wurde seit Jahrzehnten von Unternehmen, die kompetente Arbeitskräfte vermitteln, festgestellt und in den Konzepten aufgegriffen. Jetzt heißt es, Pflege muss vor allem auf persönlicher Ebene und mit viel Aufwand an Zeit und Geduld angeboten werden. Pflege soll mobilisierend sein, sie soll unterstützen und Halt geben und nicht die Selbständigkeit nehmen. Ganz im Gegenteil, das Ziel von 24h-Pflege ist das „Auf-Die-Beine-Stellen“ und die Selbstbestimmung seitens des Patienten. Wie jedes Ziel ist auch dieses nicht durch Einstellen einer „kompetenten“ Hilfskraft zu lösen.

 

Was bedeutet also „kompetent“ und unter welchen Bedingungen kann das Ziel „Selbständigkeit erreicht werden?

Kompetenz einer Pflegekraft misst sich an persönlichen und fachlichen Kenntnissen und Eigenschaften der Person. Sie muss viel Mitgefühl und Interesse zeigen, denn sonst kann sie sich nicht den individuellen Bedürfnissen der Patienten anpassen – Und das ist der Schlüssel. Die Beziehung zum Patienten wird zu dem Heilmittel, das alle Medikamente übertrifft. Die kleinen Dinge des Lebens machen das Rennen: Die Gespräche beim Kaffeekränzchen, Spaziergänge im Park und vielleicht die eine oder andere Gute-Nacht-Geschichte. Zu viel Zuneigung gibt es in diesem Beruf nicht und Haushalte die durch Vermittlungsunternehmen eine Pflegekraft suchen, können sich darauf verlassen.

Sozialkompetenz, Geduld, Zeit – Drei Eigenschaften der persönlichen Pflegekraft ohne die der Job nicht zu leisten ist.

Die fachliche Kompetenz wird oft von der persönlichen überschattet.

Doch diese bildet das Fundament der Sicherheit der Pflegekraft, mit der sie in das Leben einer neuen Person eintritt und für diese Verantwortung übernimmt. Es gibt ausgebildete Pflegekräfte, sowie Menschen mit jahrelanger Erfahrung oder in den letzten Jahren bekannt geworden, Pflegekräfte aus Polen.

Ein Unterschied zwischen einer deutschen und polnischen Pflegekraft?

polnische-Pflegekraefte-300x177Kein großer. Die polnische Arbeitskraft kommt in der Regel mit Zug oder Bus angereist und bleibt in einem getrennten Zimmer in der Unterkunft des Patienten für die nächsten Monate. Da aber ihre Heimat in Polen bleibt, ist es den Pflegekräften freigestellt nach zwei bis drei Monaten für eine Zeit nach Hause zu fahren.

Währenddessen kommt eine andere Pflegekraft zu dem Patienten und die beiden wechseln sich in Perioden ab. So erlebt eine feste Beziehung zu zwei festen Ansprechpartnern, Abwechslung und sogar Kulturaustausch. Die Deutschkenntnisse der Polen und Polinnen sind nicht immer auf dem fließenden Stand und trotzdem zeigt Erfahrung, dass die meisten Pflegekräfte sich gut mit ihren Patienten verstehen

 

 

 

Weitere Links

http://www.behindertenbeauftragte.de/