Menschen mit Behinderungen

Von Mensch zu Mensch

Das Inklusionsgesetz und seine Auswirkungen

Posted on July 17, 2018 in Inklusion by

Bildung ist weiterhin Sache der Länder. Mit dem sogenannten Inklusionsgesetz hat die Politik den Weg für Bildungsfreiheit für Menschen mit Behinderung bundesweit geebnet. Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung dürfen von nun an zusammen mit den Erziehungsberechtigten selbst auswählen, auf welche Schule sie gehen möchten. Die Kinder können dank der Gesetzesverabschiedung zwischen einer allgemeinen Schule und einer spezifischen Förderschule wählen. Ziel ist es, beide Gruppen gemeinsam unterrichten zu können und Normalität hierfür zu erreichen. Laut der Politik ist Inklusion das Aushängeschild für jeden modernen Staat. Das Inklusionsgesetz zeigt, dass eine Gesellschaft sich gemeinsam orientiert und im Sinne der Menschenrechte einen Konsens erreicht. Den rechtsverbindlichen Konsens erreichte Deutschland im März 2009, mit der Ratifizierung der UN-Konvention.

Was besagt die Rechtsverbindlichkeit der UN-Behindertenrechtskonvention?

Die UN-Behindertenrechtskonvention ist ein Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Das Übereinkommen behandelt nicht spezielle Rechte für Menschen mit einer Behinderung, sondern allgemeine Menschenrechte, wie z. B. das fundamentale Recht auf Bildung. Das Übereinkommen verpflichtet alle Vertragsstaaten dazu, sämtliche Menschen- und Grundrechte für alle Menschen mit oder ohne Behinderung zu garantieren und zu fördern. Dabei ist das Diskriminierungsverbot ein unmittelbar anzuwendendes Recht.

Diskriminierungsverbote sind in diesem Zusammenhang ein wesentlicher Kernbestandteil des Übereinkommens. Der Artikel 4 Absatz 2 der UN-Behindertenrechtskonvention ist allerdings in Hinsicht auf die progressive Realisierung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte unter einem Vorbehalt formuliert. Diese Rechte können demnach nur unter Ausschöpfung der verfügbaren Mittel des jeweiligen Vertragsstaates verwirklicht werden. Die Verpflichtung selbst bleibt.

Die sofort anwendbaren Rechte bleiben von diesem Vorbehalt unberührt. Die Erfüllung dieser Rechtsverbindlichkeit bezieht sich vor allem auf die zeitliche Umsetzung. Die Vertragsstaaten müssen so schnell wie möglich Schritte zur Verwirklichung der Umsetzung der Rechte einleiten. Unmittelbar anwendbar sind etwa die rechtliche Pflicht zur Gleichbehandlung und die Einhaltung des Diskriminierungsverbotes.

Im Kern der UN-Behindertenrechtskonvention müssen die Vertragsstaaten geeignete Maßnahmen auf der Verwaltungsebene und in der Gesetzgebung treffen. Damit verbunden ist auch gleichzeitig eine Aufhebung oder Änderung bereits bestehender Gesetze, die eine Diskriminierung von Menschen mit Behinderung zum Gegenstand oder zur Folge haben.

Von Exklusion zur Inklusion

Wenn man heutzutage von Inklusion sprechen darf, sollte man aber auch auf die Historie zurückblicken. Früher nannte man Kinder mit seelischen oder körperlichen Einschränkungen „Kinder mit Sinnesfehlern”. Fast schon ein eleganter Ausdruck für die Besonderheit der Betroffenen. Sogenannte Hilfsschulen wurden damals als großer Fortschritt gefeiert, da Menschen mit einer Behinderung nun endlich eine Art der Bildung erhalten konnten. Zuvor waren sie komplett ausgeschlossen. Mit dem Wandel der Zeit wurden Hilfsschulen zu sogenannten Sonderschulen umbenannt. Lehrer wurden speziell für die Bedürfnisse der Betroffenen ausgebildet und lernten den Umgang mit den unterschiedlichen Defiziten. Die Aussonderung machte sich keinen Namen und so wurde aus den Sonderschulen die Förderschulen. Geändert hatte sich aber lediglich die Begrifflichkeit, da die Kinder weiterhin exkludiert blieben.

Grundlagen zum Gesetzeserlass

In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde mehr und mehr in dem Bereich der Förderung von Menschen mit Behinderung getan. Das Wort Integration wurde geboren und schnell wieder abgeschafft. Es sollte nicht darum gehen, etwaige Außenseiter einzubinden, sondern Menschen von Beginn an aufzunehmen. Jeder sollte das Recht haben, uneingeschränkt an Freizeitaktivitäten, Bildungsmaßnahmen und normalen Alltagshandlungen teilzunehmen. Der Leitgedanke der Inklusion ist also die gleichberechtigte Teilhabe am Leben und in der Gesellschaft.

Besonders der Inhalt der inklusiven Bildung sorgt auch weiterhin für negative Reaktionen. Das allgemeine Bildungswesen für jeden zugänglich zu machen, schlägt auf widersprüchliche Resonanz und gehört aber unabdingbar zum Inklusionsgesetz dazu. Förderschulen bleiben aber dennoch bestehen und können auf Wunsch den allgemeinen Bildungsstätten vorgezogen werden.

Wo beginnt Inklusion?

Inklusion kann uns natürlich nur bedingt gesetzlich vorgeschrieben werden. Inklusion beginnt in den Köpfen. Es ist schön als modernes Land entsprechende räumliche und personelle Ausstattungen zu haben, wie wir es in Deutschland schon zum Teil präsentieren können. Aber noch wichtiger ist, das Verständnis für die Situation des anderen aufzubrinegen. Auch Inklusion bedarf einer Entwicklung und kann nicht von heute auf morgen realisiert werden. Für die nächsten Generationen wird es dank des Gesetzeserlass und eines breiteren gesellschaftlichen Verständnisses hoffentlich selbstverständlich sein, mit Menschen mit Behinderung zusammen zu leben und zu lernen.

Funktioniert Inklusion auch praktisch? Was kritisieren Gemeinden und Kommunen?

Die Umsetzung der Inklusion in Gemeinden und Kommunen bereitet beachtliche Probleme. Besonders bei den Formulierungen von Schulgesetzen, die Schülern den gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Erziehung gewährleisten sollen, sind Versprechungen schnell niedergeschrieben. Was längst hätte sein müssen, liest sich in der schriftlichen Niederlegung wie ein revolutionärer Akt. Doch sind Buchstaben bekanntlich geduldig.

Während Kinder mit einer Behinderung an diversen Schulen täglich mit Barrieren zu kämpfen haben, streiten sich die kleinen Rädchen im Getriebe der Gemeinden und Kommunen über Kostenübernahmen, Vorschriften und Ermessensspielräume. Inklusion gibt es eben nicht ohne Wenn und Aber, sondern scheinbar nur mit Wenn und Aber. Der Optimist sieht darin eine Herausforderung und eine Chance. Der Pessimist sieht in der Idee der Inklusion eine bloße Gerechtigkeitstheorie.

Konkrete Kritikpunkte der Gemeinde und Kommunen werden gegenüber dem Land geäußert, das sich in rechtzeitigen und konkreten Bestimmungen noch üben muss. Besonders bei den geplanten Baumaßnahmen, die Menschen mit Behinderung einen barrierefreien Zugang ermöglichen sollen, gibt es behördliche Schwierigkeiten, die sich in Formalismen ausdrücken.

Während sich der Bau von Aufzügen in einer Schule über Monate hinziehen kann, sind die Wörter erforderlich und angemessen schnell in entsprechende Regelungen eingebaut. Sie sind zwar nicht als bloße Soll-Vorschriften formuliert, aber sie drücken einen undefinierten Ermessensspielraum aus, der in der Praxis Zeit und Geld kostet.

Wird Deutschland den Vorgaben gerecht?

Deutschland gehört zu den ersten Staaten, die die UN-Behindertenrechtskonvention und das Fakultativprotokoll unterschrieben haben. Im Jahr 2009 trat das Übereinkommen in Deutschland in Kraft. Seitdem sind neun Jahre vergangen. Die Frage nach der Einhaltung der Vorgaben in den einzelnen Bundesländern ist deshalb gerechtfertigt.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat dazu ca. 20 behindertenpolitische Verbände aus NRW (Nordrhein-Westfalen) angehört. Die Anhörung betraf u. a. Familie, Schule, Erwerbstätigkeit und die Möglichkeit der Mobilität von Menschen mit Behinderung. Hinsichtlich NRW ergaben sich Berichte, dass besonders im schulischen Bereich wenig getan wurde. Es fehlt nach wie vor an politischen Maßnahmen und Rahmenbedingungen.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte ist mit dem Monitoring der Verwirklichung des Übereinkommens betraut worden. Das Land NRW ist ein Beispiel dafür, dass bei der Umsetzung der Inklusion nicht viel getan wurde. Und auch in den restlichen Ländern der Bundesrepublik sieht es im Ergebnis nicht anders aus.

Pflegekräfte aus Polen: Sprachbarrieren als Probleme?

Posted on July 10, 2018 in Pflegekraft by

Eine professionelle Pflege sollte in der Regel die Grundkenntnisse ihres Berufes gut beherrschen. Das umfasst den richtigen Umgang mit alten Menschen, eine lockere und sanfte Hand, das Erkennen vieler Krankheiten und so weiter. Doch eine Pflegekraft braucht zusätzliche Kenntnisse, und zwar in der Sprache. Sehr viele Ausländer, bzw. Pflegekräfte aus Polen kommen jedes Jahr nach Deutschland, um den alten Leuten Pflege zu leisten und als Hilfskraft zu dienen. Doch eine große Barriere ist gerade deren Deutsch. Akzentfrei oder nicht, sehr viele Pflegekräfte verfügen zwar über die Grundkenntnisse, sind aber trotzdem unfähig, Sätze zu bilden und die Lage, in der sich der Patient befindet, zu erklären. Das führt meistens zu Missverständnissen, die gefährlich für das Leben der Patienten sein können. Außerdem stellen diese Sprachbarrieren ein großes Problem bei der Kommunikation mit den Patienten. Die mangelnden Sprachkenntnisse gefährden die Versorgungsqualität aller Pflegebedürftigen, da die Kommunikation ein zentraler Teil des Kontakts mit Patienten ist. Immer wieder stellt sich heraus, dass hoch qualifizierte Pflegekräfte aus Polen wegen der Sprachprobleme keine Arbeit finden können, oder sogar wieder nachhause reisen müssen. Dabei stellt sich die Frage, ob diese Sprachbarrieren in der Tat so ein großes Problem bereiten, oder ob sie doch in den Hintergrund gerückt werden sollten.

Polnische Pflegekräfte

In Deutschland ist die Alterspflege seit einigen Jahren sehr teuer geworden. Das liegt daran, dass die Bedürfnisse der Patienten immer größer werden und dass dadurch der Preis immer weiter steigt. Da viele Familien nach ein paar Monaten oder Jahren einfach kein Geld mehr haben, um sich diese Pflege zu leisten, entscheiden sie sich für ausländische Pflegekräfte. Gerade diese Pflegekräfte sind viel billiger als die deutschen, weshalb sich viele Familien nur eine solche Pflege leisten können. Meistens handelt es sich dabei um polnische Auslandskräfte, die als Pflegekraft fungieren. Dabei sind es in der Regel Frauen, die ihr Land nach einer Ausbildung verlassen haben und nach Deutschland gekommen sind. Doch dabei verfügen diese Frauen über mangelnde Deutschkenntnisse. Für manche Familien stellen die Sprachkenntnisse der Pflegekräfte ein großes Problem dar, da sich der Mangel an Kommunikation auf die Pflege ausüben kann. Besonders wenn es sich um schwer kranke Menschen handelt, können meistens Probleme entstehen. Es gibt aber auch Familien, bei denen die Sprachkenntnisse keine so große Rolle spielen. Für sie ist es wichtiger, dass die Krankheit behandelt wird und dass sich der Patient gut dabei fühlt. An die fehlende Kommunikation muss man sich gewöhnen.

Problem oder nicht?

Da der Staat ein Recht auf eine Meinung hat, gibt es mittlerweile intensive Sprachkurse in Deutschland, die den polnischen Pflegekräften helfen, eine bessere Kommunikation mit den Patienten zu kreieren. Viele Bücher kommen tagtäglich auf den Markt, in denen die medizinischen Begriffe erklärt werden, sodass sie für die Ausländer verständlich sind. Wer nicht warten kann, der besorgt sich die Pflegekraft gleich, während sie noch am Sprachkurs teilnimmt. Für diejenigen, die viel Wert auf eine richtige Kommunikation legen, ist es sinnvoller zu warten. Die Entscheidung ist in der Regel immer der Familie überlassen, die eine Pflegekraft sucht

Empfehlenswerte Gurte für den Treppenlift

Posted on June 26, 2018 in Barrierefreiheit, Sicherheit by

Wenn eine Person mit Behinderung, welche keine Treppen bewältigen kann, weil sie körperlich eingeschränkt ist oder gar im Rollstuhl sitzt, trotzdem von einem Stockwerk in das andere kommen möchte und muss, dann kann sich diese von einem Treppenlift die Treppe rauf und wieder herunter befördern lassen.

Wie bei jeglicher Art von Transport muss die Person mit Behinderung auch bei dem Transport im Treppenlift ausreichend und angemessen gesichert werden, um Unfälle zu vermeiden. Die Sicherheitsgurte für den Treppenlift sind nicht einfach nur eine reine Sicherheitsmaßnahme, sondern gesetzlich vorgeschrieben und somit Pflicht für die Person, welche sich in dem Treppenlift befördern lässt.

Unterschiedliche Sicherheitsgurte

Um Menschen mit Behinderung in dem Treppenlift gut und angemessen sichern zu können, gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Gurten, welche sich sowohl in der Anbringung an den Treppenlift als auch in der Passgenauigkeit unterscheiden. So kann man zwischen den folgenden vier Gurten wählen: den Beckengurten, den 3-Punkte-Gurten, den 5-Punkte-Gurten und schließlich den Beingurten.

Beckengurte

Der Klassiker und somit auch Standardgurt für Treppenlifte ist der sogenannte Beckengurt, welcher den Körper dadurch festhält, dass er an dem Becken der beförderten Person verläuft.

Wichtig, damit die bedürftige Person nicht von dem Treppenlift rutscht und fest an diesen festgebunden wird, ist, dass der Beckengurt perfekt an das Becken der Person mit Behinderung passt, also genau für den Umfang des Beckens angepasst ist. Damit die Personen, welche in dem Treppenlift befördert werden, den Gurt allein, ohne Probleme benutzen können, gibt es den Beckengurt sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder.
Auch bei dem Verschluss gibt es Unterschiede. So kann man zwischen einem einfacher zu handhabenden, einhakenden Element und einem klassischen, etwas kraftintensiveren Gurtstecker wählen.

3- und 5-Punkte-Sicherheitsgurte

Neben den klassischen Beckengurten sind auch die 3- und 5-Punkte-Sicherheitsgurte beliebt und weit verbreitet, wobei der 3-Punkte-Sicherheitsgurt vielen aus dem Automobil bekannt und somit ein Begriff sein dürfte. Er wird, wie die Zahl „3“ bereits sagt, an den drei Stellen, einmal in Kopfhöhe und zweimal links und rechts vom Becken, fixiert. Der Oberkörper wird dabei nicht fixiert – dafür sorgt der 5-Punkte-Gurt, welcher zu den bereits genannten Stellen zusätzlich auch den Oberkörper fest fixiert.

Beingurte

Während einer der drei oben genannten Gurte sicherheitstechnisch vorgeschrieben und somit Pflicht ist, können die Beingurte optional und bei Bedarf angebracht werden und sind somit zusätzlich zu einem der Sicherheitsgurte an dem Treppenlift befestigt. Durch einen Beingurt werden die Beine umschlossen. Er hilft dabei, dass die Person, welche in dem Treppenlift befördert wird, ergonomisch und bequem sitzt.

Fazit

Menschen mit Behinderung, welche auf den Treppenlift angewiesen sind, um die Stufen im Haus bewältigen zu können, müssen mit einem Sicherheitsgurt gesichert sein. Nur so kann verhindert werden, dass die Personen von dem Treppenlift abrutschen und sich somit Verletzungen zuziehen. Für welchen der drei Gurte sich die einzelne Person entscheidet, kommt darauf an, mit welchem der drei genannten Sicherheitsgurte sie am besten klar kommt und mit welcher Variante sie sich am sichersten fühlt. Der Beingurt ist, wie gesagt, kein Muss, sondern eine Option, welche zusätzlich verwendet werden kann, wenn es gewünscht ist.

Förderungen für die Umbaumaßnahmen

Posted on June 1, 2018 in Barrierefreiheit, Inklusion by

Wenn eine körperlich eingeschränkte Person Umbaumaßnahmen in ihrem zu Hause durchführen lassen möchte, um dies barrierefrei gestalten zu können und alleine in einer Wohnung leben zu können, kommen natürlich auch Gedanken über die zwangsläufig anfallenden Kosten auf.
Durch die hohen Sicherheitsmaßnahmen und die hochwertigen Technologien, welche für die Um- und Einbauten verwendet werden, entstehen mitunter auch hohe Kosten, für welche es jedoch Zuschüsse gibt.

Pflege- und Krankenkassen fördern Umbauten

So kann man sich bezüglich der Förderungsmaßnahmen für den barrierefreien Umbau an unterschiedliche Einrichtungen wenden. Eine davon ist zum Beispiel die Pflegekasse oder die Pflegeversicherung, welche die Person mit Behinderung mit bis zu 4000 Euro für das Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen unterstützen.

Die Krankenkasse unterstützt die Bedürftigen finanziell bei einzelnen, bestimmen Hilfsmitteln für ein barrierefreies Badezimmer. Auch Wohnbauförderprogramme fördern Menschen mit körperlichen Einschränkungen, wobei die Summen dabei von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind.

Des Weiteren kann sich die Person mit Behinderung an kommunale Förderprogramme, wie es sie beispielsweise in Dresden und Mannheim gibt, oder auch an Stiftungen wenden, wobei die Förderung dort von der Situation des Bedürftigen abhängig ist.

Ist man Sozialhilfeträger mit Grundsicherung oder bezieht Arbeitslosengeld II, kann man sich zudem an das Jobcenter wenden und dort eine finanzielle Untersuchung für den barrierefreien Umbau beantragen. Zu guter Letzt gibt es die kfw-Programme 159 und 455, durch welche Bedürftige durch Kredite oder Investitionszuschüsse gefördert werden.

Zu beachten

Zu beachten ist, dass viele dieser Förderungsmaßnahmen an bestimmte Normen gebunden sind, um die Förderung zu erhalten. Wenn diese Normen bei dem barrierefreien Umbau nicht eingehalten werden können, was zum Beispiel der Fall sein kann, wenn das Badezimmer zu klein für den normgerechten, barrierefreien Umbau ist, kann sich die Person mit Behinderung an die Krankenkasse, an die Pflegekasse sowie an Stiftungen und an Sozialhilfeträger wenden, welche normgerechte Umbaumaßnahmen des barrierefreien Umbaus nicht zur Voraussetzung für die Förderungsmittel machen.

Möglichkeiten, um ein Bad barrierefrei umzubauen

Posted on May 5, 2018 in Barrierefreiheit, Inklusion by

Um Menschen mit Behinderung die Möglichkeit geben zu können, sich im Bad bewegen und fertig machen zu können, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten das Badezimmer barrierefrei umzubauen. Die Vorteile eines barrierefreien Umbaus bestehen darin, dass nachdem das Bad barrierefrei umgebaut worden ist, die Person mit Behinderung endlich wieder deutlich mehr Sicherheit und Komfort genießen kann bei ihrer Körperpflegeroutine, und diese weitestgehend selbstständig durchführen kann.

Dies kann durch einzelne Maßnahmen und Elemente oder durch eine komplette Sanierung des gesamten Badezimmers möglich gemacht werden.

Wichtige Merkmale des Umbaus

Dinge, welche bei einem Umbau des Badezimmers unbedingt beachtet werden müssen, um dieses barrierefrei zu gestalten, sind zum einen die Schwellenfreiheit und zum anderen die Bewegungsfreiheit zwischen den einzelnen Sanitärobjekten. Zudem müssen in dem Bad sowohl Halte- als auch und Stützgriffe sowie Schiebe- und Drehtüren vorhanden sein. Ein weiteres hilfreiches Element ist es, das Bad mit Materialien und Farben kontrastreich zu gestalten.

Die vier Hauptmaßnahmen

Es gibt viele Maßnahmen, durch welche man das Badezimmer barrierefrei umbauen kann. Die vier Hauptmaßnahmen sind dabei der Umbau von der Badewanne zur Dusche, der Einbau einer Badewannentür und/oder einer Sitzbadewanne und, als letzte und vierte Maßnahme, die Verwendung eines Badewannenlifts.

Der Umbau der Badewanne zur Dusche

Da die Badewanne für körperlich eingeschränkte Menschen durch die hohen Wände eine große Hürde darstellt, kann diese durch den Umbau zur barrierefreien Dusche wieder von Menschen mit Behinderung genutzt werden. Dabei sieht der Umbau von einer Badewanne so aus, dass die Dusche keine Wände hat, welche überwunden werden müssen, sondern bodengleich und somit gut und einfach zu erreichen ist. Auch Rollstuhlfahrer können sich so selbstständig waschen.

Oft werden im Zusammenhang mit dem Umbau der Badewanne in eine barrierefreie Dusche ein Duschsitz und auch ein halbhoher Spritzschutz in die Dusche mit eingebaut. Zu guter Letzt sorgt ein Haltegriff für genügend Sicherheit.

Der Einbau einer Badewannentür

Wer die Badewanne nicht zu einer Dusche umbauen lassen, sondern weiterhin in den Genuss eines schönen langen und ausgiebigen Bades kommen möchte, kann sich, sofern man nicht an den Rollstuhl gebunden ist, eine Badewannentür in die Badewanne einbauen lassen. Durch diese kann die Person mit Behinderung die Badewanne betreten, ohne die hohen Wände überwältigen zu müssen. Diese Badewannentüren, welche einen sehr hohen Komfort bieten, können in unterschiedlichen Varianten passend zu jeder einzelnen Badewanne eingebaut werden. Dabei sind diese natürlich vollkommen wasserundurchlässig.

Es ist sowohl schneller als auch günstiger die Badewanne mit einer Tür zu versehen, als diese komplett in eine Dusche umbauen zu lassen. Natürlich muss bei dieser Variante das Wasser eingelassen werden und auch wieder ausgelassen werden, bevor man die Wanne betritt und verlässt.

Der Einbau einer Sitzbadewanne

Wenn ein kleines Badezimmer barrierefrei umgebaut werden soll und die Person mit Behinderung gerne in den Genuss des Badens kommen möchte, dann kann eine freistehende Sitzbadewanne in das Bad eingebaut werden, welche ungefähr die Abmessungen einer Duschkabine hat.

Die Sitzbadewanne besitzt an einer Wand einen erhöhten Sitz, so dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen sich nicht aus dem Liegen – wie in einer gewöhnlichen Badewanne – hochhieven müssen. Das Aufstehen wird durch die erhöhte Sitzbank sehr erleichtert. Zugang zu der Sitzbadewanne bekommt die körperlich eingeschränkte Person durch eine integrierte, wasserdichte Tür.

Der Badewannenlift

Wenn Menschen mit körperlichen Einschränkungen die Badewanne nicht umbauen lassen und eine Tür integrieren oder eine Dusche aus dieser machen möchten oder nicht dürfen, weil es der Vermieter untersagt, können sie sich mit einem Badewannenlift behelfen.

Diese Variante eignet sich auch sehr gut für Rollstuhlfahrer, da sich die Menschen mit Behinderung durch den Stuhl mit Sitz und Rückenlehne in die Wanne transportieren lassen können. Dieser Stuhl ist dabei an einer Bodenplatte in der Wanne befestigt und lässt sich mit einer Fernbedienung sowohl senken als auch heben.

Barrierefrei wohnen dank Treppenlift

Posted on April 9, 2018 in Barrierefreiheit, Inklusion by

Menschen mit Behinderung haben in Häusern oft Probleme in ein anderes Stockwerk zu gelangen, was den körperlichen Einschränkungen zu Schulden kommt. Damit auch Menschen mit Behinderung barrierefrei wohnen und ohne Probleme das Stockwerk wechseln können, gibt es Treppenlifte.

Autolifte

Nicht nur für Treppen, sondern auch für Autos gibt es spezielle Lifte, wobei bei diesen zwischen dem sogenannten Hublift und der Rampe unterschieden wird. Die körperlich eingeschränkte Person kann mit diesen beiden Varianten und mittels eines Rollstuhles am einfachsten in das Auto befördert werden. Einfacher zu handhaben, ist jedoch die Rampe, da der Rollstuhl diese ganz einfach passieren kann. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die Rampe für hohe Fahrzeuge, wie zum Beispiel große Busse und Transporter, geeigneter ist als für niedrige Autos, da die Menschen mit Behinderung dort, auf Grund des Steigwinkels, leichter abkippen können.

Damit die Rampe fest und sicher an dem Fahrzeug befestigt wird, was entweder durch eine im Kofferraum verschraubte Einbauklappe oder eine Einbaurampe möglich gemacht wird, welche über einen Schnellverschluss im Inneren des Wagens angesetzt wird und weniger Platz als die Einbauklappe weg nimmt. Bevor eine solche Rampe gekauft wird, sollte jedoch auf die Länge, den Neigungswinkel und auch auf die Belastbarkeit geachtet werden.

Hublifte und Stehlifte

Durch eine am Auto montierte, anhebbare Plattform können Menschen mit Behinderung parallel zum Boden in das Fahrzeug befördert werden.

Bei kleineren Treppenerhebungen gibt es oft keine Möglichkeit einen Treppenlift zu montieren, weshalb es den sogenannten Hublift gibt, welcher oft im Außenbereich verwendet wird. Durch diesen wird die Person mit Behinderung, mit oder ohne Rollstuhl, parallel zum Boden auf einer Plattform angehoben. Geschützt wird die Person mit Behinderung durch Gitter oder durch Stangen.

Enge Treppen können mit einem Stehlift versehen werden und sind mit Plattformliften vergleichbar. Der Unterschied ist jedoch, dass auf den Stehlift kein Rollstuhl passt. Die Person mit Behinderung wird stehend befördert und kann sich dabei an Haltebügeln festhalten, während sie gleichzeitig von Gurten gesichert und gehalten wird.

Plattformlift

Im Gegensatz zum Stehlift kann der Plattformlift von Menschen benutzt werden, welche im Rollstuhl sitzen. Die Plattformlifte sind groß, stabil und in der Regel quadratisch und an den Seiten mit Enden versehen, durch welche der Rollstuhlfahrer die Plattform einfacher befahren und verlassen kann. Da die Plattformlifte viel Platz einnehmen, gibt es diese auch in einer einklappbaren Ausführung.

Rollstuhllift

Eine andere Möglichkeit für Menschen mit Behinderung, welche im Rollstuhl sitzen, ist der Rollstuhllift. Dieser ist für den Schutz der Person im Rollstuhl mit Halterungen, Gittern und Stangen versehen. Zusätzlich sorgen Laufschienen und Verzahnungen dafür, dass der Lift nicht rutschen kann. Ein Rollstuhllift kann entweder an dem Geländer oder an der Decke angebracht werden.

Sitzlift und Lifttreppe

Für Menschen mit Behinderung, welche nicht an einen Rollstuhl gebunden sind, eignet sich der Sitzlift, welcher sich dadurch auszeichnet, dass ein Sitz entlang einer Laufschiene hoch und runter fährt. Der Sitz kann dabei bei bestimmten Modellen eingeklappt werden und nimmt somit weniger Platz im Treppenhaus weg.

Für niedrige Höhen eignet sich die Lifttreppe, welche durch die einzeln anhebbaren Stufen sowohl Treppe als auch Lift in einem ist.

Stairwalker

Für Menschen mit Behinderung, welche nicht an einen Rollstuhl gebunden sind und lediglich eine Stütze brauchen, um Treppen zu bewältigen, eignet sich der Stairwalker, welcher eingeklappt werden kann und somit wenig Platz wegnimmt. Diese Stütze fährt in Schrittgeschwindigkeit der körperlich eingeschränkten Person entlang der Treppe mit und ist, für den Notfall, mit einer Notfalltaste ausgestattet.

Hängelift

Während ein Treppenlift immer an die jeweilige Treppe maßangefertigt werden muss, gibt es Hängelifte, welche nicht am Geländer, sondern an der Decke, dank angebrachter Laufschienen, montiert werden. Der Rollstuhl wird dann in diesen Lift gehängt. Besonders für schmale, steile und kurvige Treppen eignet sich der Hängelift.

Außenlift

Zu guter Letzt gibt es die Außenlifte, welche sich dann eignen, wenn im Inneren zu wenig Platz für einen Treppenlift ist, welcher jedoch gut und sicher gegen Wind und Wetter geschützt werden muss. Da die Montage von Außenliften sehr kompliziert ist, ist es ratsam, sich nach Möglichkeit für eine Lösung durch die anderen Lifte zu entscheiden.

Inklusionshäuser

Posted on June 3, 2016 in Inklusion by

Seit einigen Jahren eröffnet von Zeit zu Zeit ein neues und interessantes Wohnprojekt. Sogenannte Mehrgenerationenprojekte machten den Anfang an den unterschiedlichsten Standorten in ganz Deutschland. Sinn darin ist natürlich, dass Menschen die nicht zwangsläufig verwandt sind, einander helfen. Es geht aber nicht nur um bloße Hilfestellungen. Es geht um das Große ganze der Sache. Menschen sollen so lange wie möglich zu Hause bleiben können, egal ob sie durch hohes Alter oder Behinderungen Defizite im Alltag erleben. Durch die Gesellschaft im Haus bleiben sie Teil des Lebens und erfahren bis zuletzt Unterstützung und vielleicht sogar echte Freundschaft. Inklusionshäuser haben die gleichen positiven Effekte, wobei das Alter hier oft sehr bunt gemischt ist. Sehr junge Menschen leben zusammen mit älteren und ggf. auch sehr alten Menschen. Einige Menschen sind vielleicht körperlich behindert, chronisch erkrankt, topfit oder psychisch eingeschränkt und belastet. In der Regel kann hier wirklich jeder von 18 bis 118 leben und sich wohl fühlen. Was früher eine Wunschvorstellung von Gerontologen und Pädagogen war, ist heute Wirklichkeit!

Konzepte der neuen Art

Die Inklusionshäuser erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit. Erste Prototypen haben sich bereits auf menschlicher Ebene ausgezahlt und bewährt. Lediglich die Heimaufsicht schaut gerne zweimal vorbei, weil sie um Betrug bangt. Der ein oder andere Leiter hat bereits Bedenken geäußert, ob diese Gemeinschaften nicht etwa verschleierte Einrichtungen sind. Diese sind nämlich mit hohen Auflagen belegt, welche die Heimaufsicht zu prüfen hat. Selbstverständlich ist dies nicht der Fall und die Menschen mieten jeweils ihre Räumlichkeiten im Gemeinschaftsobjekt selbst an. Die Inklusionshäuser beherbergen oft sehr eingeschränkte Menschen und bekommen daher oft Besuch von externen Dienstleistern aus Pädagogik, Pflege und Medizin. In manchen Fällen legen sogar alle zusammen und unterhalten Küchen- und Reinigungspersonal. Das kommt ganz auf die Situation an und ob ein Träger für die gute Sache im Spiel ist. Verschiedene Verbände wie die Caritas, Lebenshilfe und Co engagieren sich bereits erfolgreich in unterschiedlichen Bundesländern zu diesen Wohnprojekten der besonderen Art.

Mehr Inklusion geht kaum

Tolle Projekte werden bundesweit unternommen. Viele sind durch bekannte soziale Verbände entstanden. Andere aber auch durch privates Engagement betroffener selbst. Oftmals schließen sich Eltern von Kindern mit einer Behinderung zusammen, um neue Wege zu gehen. Sogesehen im schönen Nordfriesland. Einige interessante Wohnprojekte starteten an der Nordsee, wobei die Initiatoren nicht unterschiedlicher sein könnten. Jedenfalls sind diese Wohngemeinschaften bereits über einige Jahre beständig, wobei die angemessene Betreuung der teils stark pflegebedürftigen Mieter von außen sichergestellt wird. Pilotprojekte wie diese sorgten bei denen die es miterleben durften für tolle Momente. Hier hilft tatsächlich die in ihrer Intelligenz verminderte 20-Jährige der 80-Jährigen Dame beim Toilettengang. Nicht weil sie nicht Hilfe holen könnte, sondern weil es ihr am Herzen liegt der Mitbewohnerin selbst zu helfen. So geht Inklusion heute!

Hürden des Alltags

Posted on June 3, 2016 in Barrierefreiheit by

Die Herausforderungen im Alltag sind für Menschen mit Behinderung sehr vielfältig. Je nach Handicab können eingeschränkte Mobilität und mehr für eine ständige Abhängigkeit sorgen. Der öffentliche Nahverkehr ist gerade für Menschen im Rollstuhl eine tägliche Bürde. Experten vergeben Deutschland lediglich 4 bis 6 von 10 erreichbaren Mobilitätspunkten. Besonders die ländlichen Regionen sind auch heutzutage kaum auf Menschen im Rollstuhl und ähnliches vorbereitet. Zu den verbreitetsten Bremsen der Mobilität gehören noch immer Stufen! Des Weiteren sind Aufzüge oft defekt und verhindern das Vorankommen der darauf angewiesenen Menschen.

Deutschland´s Mobilitätsbremsen lockern

Einige Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen könnten die Bremsen lösen. Im Gegensatz zu anderen nimmt Deutschland seine Pflicht bereits ernst, wobei es sicherlich stets Potenzial zur Optimierung gibt. Die Barrierefreiheit zählt als wichtiges Qualitätsmerkmal unseres Landes und bestimmt die Teilhabe der Rollstuhlfahrer maßgeblich mit. Die unabhängige Nutzung von Bussen, Bahn und Co macht die Teilhabe an der Gesellschaft erst möglich und darf daher nie in Vergessenheit geraten. Unterschiedliche gesetzliche Regelungen zielen auf die Barrierefreiheit im Personenverkehr ab. Diese sind beispielsweise hier zu finden:

Die Barrierefreiheit gilt hierzulande als Qualitätsgewinn und lässt unsere Gesellschaft zusammenrücken. Gerade der Bus- und Bahnverkehr gilt als besonders wichtig. Veränderungen sind ersichtlich, zumal die Eisenbahnen genauso in die Pflicht genommen wurden wie andere Betreiber. Die Deutsche Bahn stellte 2012 ihr zweites Programm für Barrierefreiheit vor, welches durchaus innovatives enthielt. Da noch lange nicht alle der etwa 5400 Bahnhöfe berücksichtigt werden können, setzt die Bahn Prioritäten. Einerseits verständlich, das nicht alles auf einmal änderbar ist. Andererseits sorgt dies für zahlreiche schwierige Situationen in der Praxis. Die Bahnhöfe der Großstädte mögen langsam auf Vordermann sein, aber was ist mit den tausenden kleinen auf dem Lande? Oft werden Rampen und andere Hilfsmittel erst nach Anmeldung im weitreichenden Vorfeld zur Verfügung gestellt. Dieser Umstand macht es Betroffenen schwierig, halbwegs flexibel zu reisen bzw. Termine wahrzunehmen. Luft nach oben besteht also noch immer!

BGG und seine Ziele

Im Rahmen des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) wurde der Artikel 3 des Grundgesetz hervorgehoben: “Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden”. Es regelt also die Gleichstellung und sorgt gleichermaßen für die Barrierefreiheit in öffentlichen Behörden, Körperschaften und Anstalten des Bundes. Unter anderem sagt es aus, dass alles, was von Menschen gestaltet wird, auf Barrierefreiheit ausgerichtet sein soll. Beispielsweise sollen Wege und Eingänge für alle zugänglich sein und wichtige Informationen müssen auch für sinnengetrübte Menschen verständlich gemacht werden. Grundsätzlich soll die Selbstständigkeit des Menschen gewahrt bleiben, was auch durch viele innovative Wege und Mittel bereits möglich gemacht wird. Seit der Einführung 2002 ist das BGG ein wichtiger Teil für die Teilhabe der Menschen.

Die richtige Pflegekraft finden mit Careone.de

Posted on June 3, 2016 in 24h pflege by

Wenn in höherem Lebensalter oder bei einer bestehenden Behinderung die Frage nach einer Betreuung relevant wird, ist es häufig nicht einfach, die passenden Pflegefachkräfte zu finden. Mit der Unterstützung einer Pflege-Agentur kann es Ihnen jedoch gelingen, die richtige Hilfe zu bekommen.

Careone.de die Pflege-Experten

Sie sind auf der Suche nach Pflegekräften für die stundenweise oder umfassende Betrauung daheim? Das Pflegeportal Careone.de hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen die nach einer Pflegekraft suchen zur Seite zu stehen. Mit Hilfe des Portals können Sie die geeignete Betreuung für sich oder Ihre Angehörigen finden. Careone.de vermittelt deutschlandweit Pflegekräfte für die unterschiedlichsten Tätigkeiten. So zum Beispiel für:

  • Hilfe im Haushalt
  • Begleitung zum Einkaufen und bei Arztbesuchen
  • Verabreichung von Medikamenten
  • Anlegen von Hilfsmitteln
  • Hilfestellung bei der Mobilität
  • Unterstützung bei der Körperpflege und dem Ankleiden
  • Teilhabe am täglichen Leben durch Spaziergänge, Begleitung zu Veranstaltungen usw.

Mit Hilfe von Careone.de finden Sie die richtige Pflegkraft, unabhängig davon, ob Sie für eine stundenweise Betreuung oder für eine 24-Stunden Betreuung geeignetes Pflegepersonal suchen. Der Schwerpunkt von Careone.de liegt hier hauptsächlich auf der Vermittlung von polnischen Pflegekräften. Die beiden Berliner Stephan und Martin Wozniak haben dieses Unternehmen ins Leben gerufen und haben dank ihrer polnischen Wurzeln gute Kontakte in das Nachbarland.

Wie funktioniert Careone.de?

Gutes Pflegepersonal ist in Deutschland schon länger Mangelware. Nur noch wenige Menschen entscheiden sich für das Erlernen eines Pflegeberufes. Die Hauptgründe sind hier meist die niedrige Bezahlung und die unregelmäßigen Arbeitszeiten an Wochenenden und Feiertagen. Diese Lücke füllen in deutschen Pflegeeinrichtungen und bei deutschen Pflegediensten schon länger Pflegekräfte aus Osteuropa und Polen.

Besteht ein Interesse an der Vermittlung einer Pflegekraft aus Polen, brauchen Sie ganz einfach nur den Fragebogen auf der Careone.de Webseite auszufüllen. Sie erhalten dann kostenfrei diverse Angebote für polnisches Pflegepersonal zugeschickt. Die Pflege-Experten von Careone.de kümmern sich um den kompletten Vermittlungsprozess inklusive der Anreise der Pflegekraft.

Es entstehen Ihnen keine zusätzlichen Vermittlungskosten. Allein die Kosten für die Beschäftigung der jeweiligen Pflegekraft werden Ihnen in Rechnung gestellt. Verrechnen Sie die Kosten der Betreuung später mit dem Pflegegeld, welches Sie von der Pflegekasse für die entsprechende Pflegestufe erhalten.

24-Stunden Betreuung durch Careone.de

Der Bedarf an Pflegekräften für eine rundum 24-Stunden Betreuung steigt, denn die Anzahl der Senioren und Hochbetagten wird im Zuge der demografischen Entwicklung in Deutschland immer größer. Insbesondere bei schwerer Krankheit oder Demenz ist eine Rundum-Versorgung nötig.

Mit Hilfe einer polnischen Pflegekraft können sie eine 24-Stunden Betreuung gewährleisten und so pflegende Angehörige dauerhaft entlasten bzw. den Gang in eine stationäre Pflegeeinrichtung verzögern oder gar ganz vermeiden. Gerade, dann wenn es darum geht, auch eine gute Versorgung in den Abend- und Nachtstunden sicher zu stellen, ist eine 24-Stunden Betreuung die ideale Lösung. Informieren Sie sich ganz einfach online über die Möglichkeiten, die Careone.de Ihnen bieten kann oder nehmen Sie telefonisch Kontakt auf!

Inklusionsklassen in Deutschland und deren Praxistauglichkeit

Posted on June 3, 2016 in Inklusion by

Die Inklusion von Kindern mit Behinderung an deutschen Schulen ist ein großes Thema, an welchem es jedoch noch viel zu arbeiten und viel zu tun gibt – denn bislang ist die erfolgreiche Inklusion von Kindern mit Behinderung an Schulen in Deutschland eine Wunschvorstellung, welche nur durch viel Arbeit und Organisation gelingen kann.

Warum scheitert die Inklusion bisher?

Theoretisch ist die Inklusion von Kindern mit Behinderung eine sehr gute, wichtige und vor allem fundamentale Sache, welche bislang jedoch an ihrer Umsetzung scheitert. Grund für das Scheitern dieser theoretisch guten Idee ist die Tatsache, dass die notwendigen Ressourcen, wie fachgerechtes Material für den Unterricht, die passenden Räumlichkeiten, welche auf die Kinder mit Behinderung ausgerichtet sind, und vor allem das Personal fehlen.

Das Menschenrecht Inklusion

Kinder mit Behinderung als „anders“ zu sehen, ist nicht richtig und darf nicht der Fall sein! Deswegen ist die Inklusion, vor allem von Kindern mit Behinderung in deutsche Schulen, ein wichtiges Thema und vor allem ein Menschenrecht.

Durch die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung wird die Bildung revolutioniert und das muss sie auch, wie es die Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung beschlossen hat. Demnach ist Deutschland seit dem Jahr 2009 dazu verpflichtet, die Inklusion nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch anzugehen und die Pläne in die Tat umzusetzen.

Im Klartext bedeutet das, dass Kinder ohne Behinderung und Kinder mit Behinderung in Kontakt kommen und zusammen lernen, und Kinder mit Behinderung nicht auf eine Sonderschule gehen müssen. Natürlich besteht für die Kinder mit Behinderung dafür keine Pflicht, weshalb auch die Sonderschulen keines Falls abgeschafft werden sollen, damit alle Eltern für ihre Kinder mit Behinderung frei entscheiden können.

Pro und contra

Es gibt, wie für nahezu alle Themen, auch bei dem Thema Inklusion an deutschen Schulen eine Seite der Befürworter und eine Seite der Gegner. Was diese beiden Seiten jeweils wollen und welche Ansichten sie vertreten, wird hier veranschaulicht.

Beide Seiten sind jeweils sehr radikal in ihren Ansichten und fordern in der Regel ein Extrem. Die Befürworter der Inklusion fordern eine Schule für alle und möchten weder Sonderschulen, welche laut Ansicht der Befürworter eine Menschenrechtsverletzung darstellen, noch Gymnasien.
Davon versprechen sich sie Befürworter eine Wiederherstellung der Chancengleichheit.

Die Gegner hingegen sehen es als falsch an, die Sonderschulen abzuschaffen, da die Inklusion und das damit gemeinsame Lernen von Kindern mit und Kindern ohne Behinderung spätestens nach der Grundschule nicht mehr funktionieren würde. Grund dafür seien, unter anderem, geistige Behinderungen. Zwar finden auch die Gegner, dass Kinder mit Behinderung durchaus ein Recht auf Bildung haben, berufen sich bei ihrer Argumentation jedoch auf den Wortlaut der UN Konvention, welche nichts von einer Schule für alle sagt.

Die Inklusion an den Schulen

Im Rahmen des Inklusionsgesetz, werden in Schulen gemischte Klassen gebildet. Ziel dieser Maßnahme ist im Sinne der Integration, dass Menschen mit Behinderung durch Autodidaktik Fertigkeiten der Kinder ohne Einschränkungen übernehmen. Heutzutage steht aber die integrative Pädagogik im Mittelpunkt, welche den scheinbar benachteiligten Kindern aktiv durch das Miteinander Kenntnisse vermitteln sollen. Das gemeinsame Lernen soll für beide Seiten normal sein oder werden und Grenzen niederstrecken. Einen Beitrag hierzu leisten sogenannte Schulbegleiter. Schüler die wegen Behinderung einhergehend mit Entwicklungsbeeinträchtigung besondere Unterstützung benötigen, können während der Schulzeit eine Begleitung bekommen. Diese ist dann an die Person gebunden und hilft dieser im Alltag.

Fakten zu den Inklusionsklassen

Um die Kapazitäten der Klassen nicht überzustrapazieren, werden Kinder mit Förderbedarf in vielen Schulen doppelt gezählt. Auf diese Weise bleiben Klassen überschaubar und die Kinder haben mehr Möglichkeiten der Zuwendung durch den Lehrer. Die Vorgehensweise unterscheidet sich allerdings von Land zu Land und die oftmals gewünschten Obergrenzen gibt es offiziell nicht. In der Praxis stellte sich heraus, dass meist 4 bis 6 Kinder mit Behinderung in einer Klasse mit gesunden sind. Das Schulministerium meint, dass zwischen Schülern allgemein Unterschiede bestehen. Ob gesund oder nicht! Selbst gesunde im gleichen Altern unterscheiden sich oftmals sehr stark im Leistungsniveau, was bei den jungen Menschen mit einer Behinderung praktisch genauso ist.

Erfahrungen mit Inklusionsklassen

Selbstverständlich braucht “Gut Ding Weile” und der Fortschritt von der normalen Klasse zur Inklusionsklasse ist für die jungen Menschen selbst gewöhnungsbedürftig. Das Land Bremen verwirklichte 2009 als Vorreiter die Inhalte der UN-Behindertenrechtskonvention von 2006. Diese beinhaltet das gesunde, begabte, ruhige und verhaltensauffällige Kinder und Kinder mit einer Behinderung oder Entwicklungsverzögerung zusammen in eine Klasse gehen. Es gibt wie überall gute und schlechte Erfahrungen mit den Veränderungen. Die einen Kinder brauchen mehr Aufmerksamkeit als die anderen. Das kann an vielen Dingen liegen. Inklusionsklasse heißt, dass beispielsweise ein Autist und ein Kind mit Hörbehinderung in der Klasse sind. Gerade Verhaltensauffällige Kinder bringen Lehrer immer wieder an ihre Grenze, auch wenn sie keine Behinderung haben. Die Erlebnisse sind je nach Schule vielschichtig und können pauschal weder als besonders gut noch als total schlecht dargestellt werden.

Die Lehrer brauchen mehr Unterstützung

In einer Klasse, welche sowohl aus Kindern mit Behinderung und Kindern ohne Behinderung besteht, stehen die Lehrer vor einer Herausforderung, welche alleine nicht zu bewerkstelligen ist. Deshalb müssen in deutschen Schulen und sogenannten Inklusionsklassen mindestens zwei Lehrkräfte anwesend sein, um auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingehen zu können. Einige Schulen behelfen sich besser als andere und ermöglichen beispielsweise zwei Lehrer in einer Klasse. Diese Taktik erfährt positives Feedback der Schüler und erleichtern den gesamten Ablauf der Stunde. Da die Länder die Gestaltung jeweils autark unternehmen, kann man nur hoffen das der eine sich vom anderen die guten Dinge anschaut. Hier ist spicken erlaubt! Der Erfolg einer Inklusionsklasse hängt nicht nur an bestimmten Lehrern. Lehrer sind der verlängerte Arm vom Ministerium und können nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten agieren. Wesentlich verantwortlich ist auch die Schule bzw. die Landesregierung. Je besser die Kommunikation zwischen Direktor und Lehrern funktioniert, desto besser sind die allgemeinen Erfolgschancen jeder Klasse. Manchmal braucht es auch maßgeschneiderte Lösungswege und flachere Hierarchien um Probleme im Schulalltag anzugehen. Viele Lehrer sprechen in den Medien davon alleine gelassen zu werden. Eine traurige Resonanz der wichtigsten Personen im Umfeld unserer Kinder.

Worin muss investiert werden?

Um die Lehrer bei ihrer anspruchsvollen Aufgabe zu unterstützen, müssen ausreichend Schulhelfer anwesend sein. Genau hier liegt oft das Problem – es wird zu wenig in zusätzliche Fachkräfte investiert. Um die Inklusion an deutschen Schulen verwirklichen zu können, müsste in die Ausbildung und die Weiterbildung von Lehrern sowie in die notwendigen räumlichen Einrichtungen und die Ausarbeitung neuer Konzepte für die Gestaltung des Unterrichts investiert werden. Des Weiteren müssen die zukünftigen Lehrkräfte bereits an der Universität, während des Studiums, für die Inklusion ausgebildet werden und mit dieser in Kontakt treten.